Autoteile lackieren

Von der Heckklappe bis zum Autodach - das Lackieren verschiedener Autoteile

Im Laufe eines Fahrzeuglebens besteht mitunter die Notwendigkeit, Autoteile neu zu lackieren. Typische Gründe dafür sind Rost, kleinere Karambolagen oder auch Unfälle. Insbesondere dann, wenn Lackschäden an einer Tür, an der Heckklappe oder am Autodach aufgetreten sind, ist es erforderlich, diese Autoteile teilweise oder vollständig neu zu lackieren. Jedoch ist in manchen Fällen vom Kunden gewünscht, dass bestimmte Autoteile einen anderen Farbton als der Rest der Karosserie erhalten. Motorhauben, Frontschürzen und Heckspoiler sollen sich dank der Lackierung von den anderen Autoteilen der Karosse abheben.

Das Lackieren von Autoteilen ist anspruchsvoll

Das Autoteil - die Motorhaube - wird in der Werkstatt lackiert

Autoteile zu lackieren, ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit. Die größte Herausforderung bei dieser Arbeit besteht darin, die Lackierung im perfekten Farbton zum Rest des Autos zu machen. Schließlich soll eine Nachlackierung von Autoteilen nicht sichtbar sein. Doch es ist keineswegs damit getan, auf betroffene Bereiche mit einer Lackierpistole eine neue Farbschicht aufzutragen. Zunächst wird der Untergrund intensiv bearbeitet. Vor den eigentlichen Lackierarbeiten ist die sauber gemachte Vorarbeit entscheidend. Kleinere Dellen und Rostschäden müssen sorgfältig entfernt werden, bevor mit dem eigentlichen Lackieren begonnen werden kann.

Geschick und Erfahrung beim Lackieren

Das Lackieren erfolgt dann in mehreren Schritten. Fachleute tragen bei jedem Arbeitsgang nur eine sehr dünne Lackschicht auf. Dazu ist sowohl handwerkliches Geschick als auch eine Menge Erfahrung in diesem Bereich erforderlich. Das gilt besonders für das Abmischen des Lackes. Spezielle Lackeffekte werden erst ganz zum Schluss aufgetragen.

Lackieren bedarf mehrerer Lackschichten

Vor der später sichtbaren Decklackierung sind noch weitere Lackschichten erforderlich. Eine davon ist die Grundierung, die zuerst auf das Autoteil aufgetragen wird. Diese muss dann aushärten, bevor eine weitere Lackschicht aufgetragen wird. Um den Vorgang zu beschleunigen, werden die mit Grundierung versehenen Autoteile in eine Wärmekammer gebracht.

Lackierte Autoteile in der Wärmekammer

In der Wärmekammer sind hochwertige Lacke bereits nach wenigen Minuten durchgehärtet. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Frontschürzen, Heckschürzen sowie Heckspoiler sind bei vielen Fahrzeugen aus Gewichtsgründen aus Kunststoff hergestellt. Bei solchen Teilen dauert der Trocknungsvorgang in einer Wärmekammer etwas länger. Denn die Temperatur muss reduziert werden, um den Kunststoff nicht unnötig zu strapazieren. Bei anderen Autoteilen hingegen, geht der Trockenvorgang in einer Wärmekammer recht schnell. Beispielsweise sind ausgebaute Türen oder Heckklappen. Bei ihnen erreichen die neuen Lackschichten innerhalb weniger Minuten ihre Endfestigkeit.

Lackieren fester Autoteile

Lackieren festes Autoteils - des Autodachs - in der Werkstatt

Während sich eine Tür oder eine Heckklappe zum Lackieren relativ einfach ausbauen lässt, sieht es beim Autodach etwas anders aus. Dieses ist ein fester Bestandteil der Karosserie lässt sich nicht, oder nur mit großem Aufwand abnehmen, was für die Lackierung keinen Sinn macht. Bei der Lackierung darf nur der gewünschte Bereich für den neuen Lack zugänglich sein. Andere Teile müssen so abgetrennt sein, dass sie nicht von der Lackierung betroffen sind. Das wird erreicht, indem der umliegende Bereich des Fahrzeugs vor dem Lackieren abgeklebt wird. Damit kann der Lack gezielt aufgetragen werden, ohne dass andere Teile mit dem Sprühnebel in Berührung kommen.

Mehr als nur die betroffene Stelle lackieren

Das Autodach muss selbst dann ganz lackiert werden, wenn lediglich ein kleiner Lackschaden aufgetreten ist. Sonst würde die bearbeitete Stelle aufgrund des geringfügig anderen Farbtons sofort jedem auffallen. Das Gleiche gilt aber auch für alle anderen großflächigen Autoteile. Dazu gehören die Motorhaube, die Kotflügel und bei Limousinen auch der Kofferraumdeckel. Erfahrene Fahrzeuglackierer wissen aber, wie sie vorgehen müssen, damit es nachher keine Unterschiede beim Farbton gibt. Aus diesem Grund sollte eine solche Arbeit nur in einem Fachbetrieb erfolgen.