Auto polieren

Glänzender Auftritt nach dem Polieren des Autos

Gerade im Frühjahr, wenn die Strapazen des Winters vorbei sind, ziehen viele Autofahrer eine hochwertige Lackpflege in Betracht. Sie soll den ehemaligen Tiefenglanz des Autos zurückbringen. Das Polieren ist die wohl zuverlässigste Methode, damit ermattete oder leicht zerkratzte Lackoberflächen wieder im neuen Glanz erstrahlen können. Grundsätzlich wird beim Polieren eine ganz feine Lackschicht von der Oberfläche per Poliermaschine oder mit der Handpolitur abgetragen. Durch das Entfernen der verwitterten Schicht entsteht eine neue Oberflächenglätte, die glänzt und farbintensiver als zuvor ist. Je nach Polierwirkung und Aufsatz der Poliermaschine wird viel oder wenig von der Lackoberfläche abgetragen.

Polieren erfordert fundiertes Fachwissen

Schwarzes Auto wird in der Fachwerkstatt poliert

Aufgrund der großen Produktvielfalt bei Polituren und Zubehör legen viele Autofahrer gerne selbst Hand an. Allerdings sollte man dafür über den Lackaufbau Bescheid wissen und den richtigen Einsatz verschiedener Mittel kennen. Wichtig ist, dass Fahrzeuge mit Mattlackbeschichtung auf keinen Fall poliert werden dürfen. Selbst kleine Kratzer können beziehungsweise sollten nicht aus Mattlack rauspoliert werden. Andernfalls wird die Oberflächenstruktur glatt und der Mattlack fängt an der polierten Stelle an zu glänzen. Daraufhin müsste das komplette Fahrzeugteil neu in matter Struktur lackiert werden.

Passende Politur für das Auto

Eine professionelle Lackpflege erfordert aufeinander abgestimmte Pflegeprodukte. Welches Polierverfahren verwendet wird, hängt sowohl vom Lackzustand des Fahrzeugs ab, als auch vom Anspruch und Geldbeutel des Autohalters. Beispielsweise beinhalten die handelsüblichen Polituren zusätzliches Konservierungsmittel. Dadurch spart man sich einen Arbeitsgang, indem das Auto nach dem Polieren nicht noch zusätzlich konserviert werden muss. Der Nachteil bei Polituren mit Konservierungsmittel ist der geringere Glanz und die kürzere Haltbarkeit.

Richtiger Umgang mit verschiedenen Pflegemitteln

Im Gegensatz zu den Produkten, die im regulären Handel vertriebenen werden, verwenden Fachbetriebe spezielle Pflegemittel. Diese sind zwar teurer, erzielen aber ein besseres Ergebnis und sollten vom Fachmann verarbeitet werden. Falsch angewendet, können die von den Fachbetrieben verwendeten Produkte zu Beschädigungen am Lack führen, wie zum Beispiel zu hässlichen Hologrammkratzern. Sie entstehen, wenn an einer Stelle zu viel Lack abgetragen wird. Diese Schäden sind besonders im Sonnenlicht sichtbar.

Erfahrung verhindert Polierschäden

Professionelles Polieren eines Autos in der Werkstatt

Erfahrung und Können ist beim Polieren also ebenso bedeutend wie bei anderen Themen rund um die Autoreparatur. Ein häufiger Fehler bei Laien ist das Auftragen des Politurmittels mit Watte oder Tüchern, statt mit einem speziellen Pressschwamm. Die Tücher saugen zu viel von der Politur auf und verteilen sie ungleichmäßig. Auch die Schwämme unterscheiden sich in ihrer Anwendbarkeit durch ihre Struktur. Je härter, desto größer ist die Schleifwirkung auf dem Lack. Auch dürfen die Pflegemittel auf keinen Fall auf erhitztem Lack oder in der prallen Sonne aufgetragen werden. Sonst kann es zu hässlichen Schlieren im Lack kommen.

Vorarbeiten für das Polieren

Vor dem eigentlichen Polieren wird das Auto im Fachbetrieb gründlich gereinigt, sodass alle Schmutzreste auf dem Lack so gut wie möglich beseitigt werden. Auch werden in der Regel die Gummi- und Zierleisten abgeklebt, damit diese nicht von den Politurrückständen verschmutzt werden. In manchen Fällen wird zudem die Lackschichtstärke gemessen. Besonders bei älteren Fahrzeugen ist das sinnvoll. So kann gewährleistet werden, dass die richtige Politur und das richtige Verfahren angewandt wird, um dünne Lackschichten so schonend wie möglich zu polieren. In manchen Fällen ist es auch ratsam, ganz auf das Polieren zu verzichten und das Auto stattdessen wachsen zu lassen.

So wird im Fachbetrieb poliert

Das Polieren der Motorhaube eines roten Autos

Die Mitarbeiter in einem Fachbetrieb sind speziell für das professionelle Polieren geschult. Denn das Polieren des Autos muss mit System und mit gekonnten Bewegungen gemacht werden. Um große Flächen zu bearbeiten, kommen dort für das Polieren spezielle Poliermaschinen zum Einsatz. Auf dem Polierteller der Poliermaschine wird ein Polieraufsatz angebracht, mit dem letztendlich die Politur auf das Auto aufgetragen wird. Bei Ecken und schwierigen Vertiefungen muss von Hand poliert werden, um die Stellen bestmöglich zu erreichen und das gefürchtete Durchpolieren zu vermeiden.

Nach dem Polieren des Autos

Wenn das Polieren abgeschlossen ist, wird der Polierstaub mit sehr feinen Mikrofasertüchern entfernt. Die Politurreste müssen gänzlich entfernt werden. Wichtig hierbei ist, dass für jeden Arbeitsschritt saubere Tücher verwendet werden. Sonst kann es sein, dass Politurreste beim Abwischen mit dem Tuch kleine Kratzer in den Lack machen. Danach werden die Fensterscheiben u.a. vom Polierstaub mit Glasreiniger gereinigt.

Abschließend kommt auf den polierten Lack ein Konservierungsmittel, das die neue Lackschicht mit einem Schutzfilm gegen Umwelteinflüsse schützt.